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Alarmplan

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DRK Ortsverein Irmgarteichen e.V.

Im Zeichen der Menschlichkeit

 

01.06. 2007

Szenario: Flugzeug verunglückt beim Start
270 Rettungskräfte übten am Siegerlandflughafen Schadensfall mit vielen Verletzten

Gegen 17.55 h bricht ein voll betanktes Flugzeug am Siegerlandflughafen wegen eines Defektes seinen Start ab und kehrt zum Flughafen zurück. Während der Landung knickt in Höhe der ersten Gebäude das linke Fahrwerk ein. Durch den Aufprall zerbricht das Flugzeug in mehrere Teile. Umher fliegende Teile beschädigen einen Tankschlauch der Flughafentankstelle. Kerosin läuft aus und dringt durch unterirdische Kanäle bis in den Bereich der Gebäude vor. In dem verunglückten Flugzeug befanden sich vier Personen, in den Flughafengebäuden rund 70, darunter eine Gruppe von 20 Teilnehmern einer Fortbildung, die im Schulungsraum von eindringendem Qualm überrascht werden.

Das war das Szenario einer groß angelegten Alarmierungs- und Schulungsübung, die gestern Abend (Donnerstag, 31. Mai 2007) auf dem Siegerlandflughafen stattfand. Rund 270 haupt- und ehrenamtliche Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK, THW, Malteser Hilfsdienst, Bundeswehr, Polizei und Flughafenfeuerwehr nahmen an dieser Übung teil. Es handelte es sich um einen Einsatz, der sowohl einen größeren Feuerwehreinsatz als auch einen so genannten „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) beinhaltete. Von einem „MANV“ spricht man, wenn der Einsatz auf Grund seiner Tragweite nicht mehr durch reguläre Rettungsdienste bewältigt werden kann, sondern zusätzliche Kräfte und Maßnahmen erforderlich sind.

Kurz nach 18 Uhr hatte Donnerstagabend die Leitstelle in der Fludersbach die Rettungskräfte alarmiert. Dass es sich um eine Übung handelte, wussten die Rettungskräfte nicht. Auch auf dem Siegerlandflughafen wurde das erst auf den zweiten Blick deutlich. Die Organisatoren der Übung rund um Kreisbrandmeister Bernd Schneider hatten ganze Arbeit geleistet: zerstörte Autos lagen auf dem Flughafengelände, Rauch stieg auf, täuschend echt geschminkte Verletzte lagen auf dem Boden, wimmerten und riefen um Hilfe.

Schon seit Wochen war die Übung hinter den Kulissen vorbereitet worden, nur ganz wenige kannten diesen Termin. Am Donnerstagnachmittag hatte dann der Aufbau des Szenarios auf dem Siegerlandflughafen begonnen und 35 „Statisten“ stellten sich als „Verletzte“ bereit.

„Das Ziel einer solchen Übung ist es, die Alarmierung und Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte zu überprüfen“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Schneider. Ein Schwerpunkt dieser Übung war zudem, die eindeutige Kennzeichnung von Führungskräften in einer Einsatzlage zu testen. Außerdem wurde der Führungswechsel von den örtlichen Einsatzkräften zur Einsatzleitung des Kreises geübt. Daneben waren das Sammeln der Einsatzkräfte, die Zuführung zum Einsatzort und die Dokumentation der Verletzten weitere Schwerpunkte der Übung.

Gegen 22 Uhr war die Übung beendet. Alle Teilnehmer wurden anschließend noch mit Fleischwurst für den abendlichen Einsatz „belohnt“. Für Kreisbrandmeister Bernd Schneider wurden die Ziele, die mit der Übung verbunden waren, voll erreicht: „Übungen sind dazu da, zu erkennen, wo unsere Schwächen liegen, um die für den Ernstfall beseitigen zu können. In den nächsten Wochen werden wir die Übung nun genau analysieren, um Defizite, die wir dabei erkennen, anschließend aufzuarbeiten. In künftigen Übungen werden wir dann genau auf diese Punkte ein besonders Augenmerk legen.“
 

 

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Start am: 10.01.2012 !!!